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Kultur

Im Gespräch mit Ulla Riesberg über den Verein "mobile"

Ulla Riesberg, die Stimme des Vereins "mobile", erzählt von der Bedeutung von Kultur im öffentlichen Raum. Erfahren Sie, wie der Verein Vielfalt und Interaktion fördert.

Julia Fischer6. Juli 20262 Min. Lesezeit

Besonders in der heutigen Zeit, wo das öffentliche Leben und damit auch die Kultur oft in den Hintergrund geraten, wird das Wirken von Initiativen wie dem Verein "mobile" immer relevanter. Ulla Riesberg, eine der treibenden Kräfte hinter dem Verein, hat in einem Studiogespräch spannende Einblicke gegeben. Ihre Leidenschaft für Kunst und Kultur, verbunden mit dem Wunsch, diese für alle Menschen zugänglich zu machen, ist ansteckend.

"Mobile" setzt sich dafür ein, kulturelle Veranstaltungen und Projekte in unterschiedlichen Stadtteilen zu ermöglichen, wo oft wenig bis gar nichts passiert. Dabei geht es nicht nur um Hochkultur, sondern auch um alltägliche Begegnungen, die das Miteinander fördern. Ulla beschreibt, dass es für sie und das Team wichtig ist, die Vielfalt der Stadtgesellschaft abzubilden. Die Frage, wer die Kultur macht und für wen sie da ist, steht dabei immer im Raum.

Das Besondere am Ansatz von "mobile" ist, dass sie nicht nur klassische Veranstaltungen planen, sondern auch partizipative Projekte fördern. Sie möchten Menschen einbeziehen. "Wir wollen, dass jeder sich einbringen kann," sagt Ulla und das merkt man. Der Verein organisiert nicht nur Konzerte oder Ausstellungen, sondern auch Workshops, in denen die Bürger selbst aktiv werden können. Hier wird Kreation großgeschrieben.

Der Wandel der Kulturszene

Aber wie steht es um den allgemeinen Trend in der Kulturszene? Es scheint, als ob viele Initiativen und Künstler immer mehr in den Fokus der Community rücken. In einer Zeit, in der viele sich nach Gemeinschaft und Zugehörigkeit sehnen, boomen Projekte, die den Dialog fördern. Ulla spricht von einem Wert, der sich durch alle Generationen zieht: der Wunsch nach Begegnung und Austausch. Diese Bedürfnisse, die in den letzten Jahren oft durch digitale Medien in den Hintergrund gedrängt wurden, kommen nun wieder ins Spiel.

Das zeigt sich auch in den Aufrufen zur Unterstützung von örtlichen Projekten. Menschen engagieren sich zunehmend für lokale Kunst und Kultur. Diese Rückbesinnung auf die Wurzeln, die eigene Nachbarschaft und das, was direkt vor der Haustür passiert, ist spürbar. Initiativen wie "mobile" helfen dabei, diese Entwicklungen zu unterstützen.

Ulla Riesberg ist überzeugt, dass solche Projekte nicht nur zur Belebung der Nachbarschaften beitragen, sondern auch ein wichtiges Mittel sind, um gesellschaftliche Veränderungen herbeizuführen. Es geht um mehr als nur um Kultur - es geht um Identität und Gemeinschaft. Wenn man Ulla zuhört, merkt man, dass der Verein "mobile" weit mehr ist als nur eine Plattform für Kunst. Es ist ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen, Ideen entstehen und ein Miteinander gefördert wird.

Das Gespräch hat gezeigt, wie wertvoll solche Initiativen für das kulturelle Leben sind und dass wir alle einen Teil dazu beitragen können, unseren Raum aktiv zu gestalten.

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